- Nicomaque baut weiter an der Schule der Zukunft
Seit September 2025 gibt es im Lycée Ermesinde eine neue Entreprise mit einem besonderen Ziel: Die Entreprise Nicomaque arbeitet daran, eine neue Grundschule in Medernach nach den Prinzipien des Lycée Ermesinde aufzubauen. Obwohl das Projekt schon länger geplant war, konnte die eigentliche Arbeit erst vor Kurzem richtig beginnen, da zunächst noch vieles mit dem Ministerium geklärt werden musste. Neben dem Aufbau der Grundschule engagiert sich die Entreprise auch weiterhin im Lycée Ermesinde selbst.
Vor diesem Schuljahr arbeiteten die Schülerinnen und Schüler noch in der Entreprise ADMIN. Eine wichtige Rolle spielt dabei Nadine Weber, die schon seit vielen Jahren an verschiedenen Versionen und Ideen der Schule mitarbeitet. Seit der offiziellen Gründung von Nicomaque sind außerdem drei weitere Expertinnen zum Team dazugekommen: Sophie D’Incau, Annick Meiers und Anne Molitor. Zurzeit arbeiten insgesamt 32 Schülerinnen und Schüler in der Entreprise mit – es gibt aber noch Platz für weitere Interessierte.
Der Name „Nicomaque“ stammt vom Philosophen Aristoteles. Sein Sohn Nikomachos inspirierte den Namen der Entreprise. Schon damals wurde betont, dass man sowohl Theorie als auch Praxis braucht und die richtige Mitte finden muss. Genau dieses Prinzip steht auch hinter dem Projekt.
Die zukünftige Schule orientiert sich an den Begriffen „Otium“ und „Negotium“. „Otium“ beschreibt alles, was man nicht unbedingt zum Überleben braucht, aber trotzdem wichtig ist – zum Beispiel Musik oder Kunst. „Negotium“ dagegen umfasst die Dinge, die man unbedingt zum Leben braucht – zum Beispiel Nahrungsanbau und -produktion. Die Schule möchte beide Bereiche miteinander verbinden.
Innerhalb der Entreprise können die Schülerinnen und Schüler selbst entscheiden, in welchem Bereich sie arbeiten möchten. Manche übernehmen eher theoretische Aufgaben und planen Projekte oder organisieren administrative Arbeiten. Andere helfen lieber praktisch mit, etwa im Garten oder bei der Renovierung der zukünftigen „Duerf-Stiffchen“. Zweimal pro Woche – montags und mittwochs – fahren die Schülerinnen und Schüler nach Medernach, um dort zu arbeiten.
Bis die Schule ihren endgültigen Standort gefunden hatte, gab es viele verschiedene Ideen. Zuerst sollte sie in Mersch entstehen, später dann auf einem Bauernhof in Stegen, da Landwirtschaft ebenfalls Teil des Konzepts ist. Doch auch das ließ sich nicht umsetzen. Schließlich brachte der Bauer aus Stegen, der gleichzeitig im Gemeinderat von Medernach sitzt, eine neue Idee ein: In Medernach stand ein altes Schulgebäude leer. Der Gemeinderat unterstützte das Projekt, und so fiel die Entscheidung endgültig auf Medernach.
Die Schülerinnen und Schüler renovieren dabei nicht das gesamte Gebäude. Sie kümmern sich vor allem um den Garten, bauen einen Bongert auf und gestalten einen Raum zur neuen Duerf-Stiffchen um. Für das eigentliche Schulgebäude schlagen sie Einrichtungen vor. In der Entreprise gibt es viele verschiedene Arbeitsbereiche – vom Gärtnern über administrative Aufgaben bis hin zur Arbeit mit Kindern. So kann jeder das machen, was ihm am meisten liegt.
Der Start der Schule ist für September 2027 geplant. Danach sollen Schülerinnen und Schüler aus der Entreprise, die später vielleicht Erzieher oder Lehrer werden möchten, regelmäßig in Medernach als Assistentinnen und Assistenten mitarbeiten. Sie helfen den Kindern bei ihren Arbeiten und Aktivitäten, unterstützen das Schulpersonalund können außerdem bei der Gartenarbeit mithelfen. Danach kehren sie ins Ermesinde zurück, um über das Erlebte nachzudenken und Schlüsse daraus zu ziehen.
Mit Nicomaque entsteht also nicht nur eine neue Schule, sondern auch ein Projekt, bei dem Theorie und Praxis miteinander verbunden werden – ganz im Sinne der ursprünglichen Idee hinter dem Namen.
Text: Mats Wagener, 7e
Seit September 2025 gibt es im Lycée Ermesinde eine neue Entreprise mit einem besonderen Ziel: Die Entreprise Nicomaque arbeitet daran, eine neue Grundschule in Medernach nach den Prinzipien des Lycée Ermesinde aufzubauen. Obwohl das Projekt schon länger geplant war, konnte die eigentliche Arbeit erst vor Kurzem richtig beginnen, da zunächst noch vieles mit dem Ministerium geklärt werden musste. Neben dem Aufbau der Grundschule engagiert sich die Entreprise auch weiterhin im Lycée Ermesinde selbst.
Vor diesem Schuljahr arbeiteten die Schülerinnen und Schüler noch in der Entreprise ADMIN. Eine wichtige Rolle spielt dabei Nadine Weber, die schon seit vielen Jahren an verschiedenen Versionen und Ideen der Schule mitarbeitet. Seit der offiziellen Gründung von Nicomaque sind außerdem drei weitere Expertinnen zum Team dazugekommen: Sophie D’Incau, Annick Meiers und Anne Molitor. Zurzeit arbeiten insgesamt 32 Schülerinnen und Schüler in der Entreprise mit – es gibt aber noch Platz für weitere Interessierte.
Der Name „Nicomaque“ stammt vom Philosophen Aristoteles. Sein Sohn Nikomachos inspirierte den Namen der Entreprise. Schon damals wurde betont, dass man sowohl Theorie als auch Praxis braucht und die richtige Mitte finden muss. Genau dieses Prinzip steht auch hinter dem Projekt.
Die zukünftige Schule orientiert sich an den Begriffen „Otium“ und „Negotium“. „Otium“ beschreibt alles, was man nicht unbedingt zum Überleben braucht, aber trotzdem wichtig ist – zum Beispiel Musik oder Kunst. „Negotium“ dagegen umfasst die Dinge, die man unbedingt zum Leben braucht – zum Beispiel Nahrungsanbau und -produktion. Die Schule möchte beide Bereiche miteinander verbinden.
Innerhalb der Entreprise können die Schülerinnen und Schüler selbst entscheiden, in welchem Bereich sie arbeiten möchten. Manche übernehmen eher theoretische Aufgaben und planen Projekte oder organisieren administrative Arbeiten. Andere helfen lieber praktisch mit, etwa im Garten oder bei der Renovierung der zukünftigen „Duerf-Stiffchen“. Zweimal pro Woche – montags und mittwochs – fahren die Schülerinnen und Schüler nach Medernach, um dort zu arbeiten.
Bis die Schule ihren endgültigen Standort gefunden hatte, gab es viele verschiedene Ideen. Zuerst sollte sie in Mersch entstehen, später dann auf einem Bauernhof in Stegen, da Landwirtschaft ebenfalls Teil des Konzepts ist. Doch auch das ließ sich nicht umsetzen. Schließlich brachte der Bauer aus Stegen, der gleichzeitig im Gemeinderat von Medernach sitzt, eine neue Idee ein: In Medernach stand ein altes Schulgebäude leer. Der Gemeinderat unterstützte das Projekt, und so fiel die Entscheidung endgültig auf Medernach.
Die Schülerinnen und Schüler renovieren dabei nicht das gesamte Gebäude. Sie kümmern sich vor allem um den Garten, bauen einen Bongert auf und gestalten einen Raum zur neuen Duerf-Stiffchen um. Für das eigentliche Schulgebäude schlagen sie Einrichtungen vor. In der Entreprise gibt es viele verschiedene Arbeitsbereiche – vom Gärtnern über administrative Aufgaben bis hin zur Arbeit mit Kindern. So kann jeder das machen, was ihm am meisten liegt.
Der Start der Schule ist für September 2027 geplant. Danach sollen Schülerinnen und Schüler aus der Entreprise, die später vielleicht Erzieher oder Lehrer werden möchten, regelmäßig in Medernach als Assistentinnen und Assistenten mitarbeiten. Sie helfen den Kindern bei ihren Arbeiten und Aktivitäten, unterstützen das Schulpersonalund können außerdem bei der Gartenarbeit mithelfen. Danach kehren sie ins Ermesinde zurück, um über das Erlebte nachzudenken und Schlüsse daraus zu ziehen.
Mit Nicomaque entsteht also nicht nur eine neue Schule, sondern auch ein Projekt, bei dem Theorie und Praxis miteinander verbunden werden – ganz im Sinne der ursprünglichen Idee hinter dem Namen.