Lycée Ermesinde

Lycée public autonome à plein temps

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In der Entreprise LEM.Science gibt es momentan zehn verschiedene Arbeitsgruppen, die zu unterschiedlichen wissenschaftlichen Themen arbeiten. Da jede Gruppe einen eigenen Zeitplan hat, sind nie alle Gruppen gleichzeitig in den Räumlichkeiten der Entreprise anwesend.

Eine dieser Gruppen beschäftigt sich mit dem Thema Energiewende. Zurzeit arbeitet die Gruppe an einer kleinen 3D-Zukunftswelt, in der verschiedene Ideen rund um nachhaltige Energie dargestellt werden. Dabei entstehen mehrere Projekte, die teilweise praktisch umgesetzt und teilweise nur als 3D-Modelle gedruckt werden.

Ein bereits fertiggestelltes Projekt ist ein Energie-Fahrrad, bei dem durch das Pedalieren Strom erzeugt wird. Außerdem arbeitet die Gruppe an einem Energie-O-Meter, für das programmiert werden muss.

Ein weiteres Projekt ist der Bau eines 3D-Modells eines Schulgebäudes und einem Parkplatz, der mit Photovoltaikanlagen überdacht ist. Die Gruppe beschäftigt sich dabei auch allgemein mit der Frage, wie Solaranlagen anders oder effizienter angebracht werden können.

Zusätzlich wird untersucht, wie ein Kohlekraftwerk weiter genutzt werden könnte und wie man die bei der Elektrolyse entstehende Wärme sinnvoll verwenden kann. Auch ein Wasserstoffauto wird als Modell entwickelt.

Einige Ideen, wie zum Beispiel ein möglicher Lift von der Erde zum Mond, werden nur theoretisch betrachtet und in 3D dargestellt.

Die Arbeitsgruppe Energiewende zeigt, wie sich Schülerinnen und Schüler praktisch und theoretisch mit Fragen der Energieversorgung und Nachhaltigkeit auseinandersetzen.

Stratoflight – Ein ehrgeiziges Projekt auf dem Weg in die Stratosphäre

Die zweite Sparte des naturwissenschaftlichen Engagements am Lycée Ermesinde beschäftigt sich mit Astrophysik. Aktuell arbeitet das Team an einem etwas älteren, aber sehr spannenden Projekt, das nun endlich erfolgreich abgeschlossen werden soll: Stratoflight.

Das Ziel von Stratoflight ist es, einen Wetterballon mit einer daran befestigten Messkiste in die Stratosphäre zu schicken. Diese beginnt in etwa 35 Kilometern Höhe über dem Erdboden. In dieser Höhe gibt es eine bestimmte Form von Strahlung, die auf der Erde nur sehr abgeschwächt ankommt und für uns Menschen ungefährlich ist.

In der Messkiste befinden sich zahlreiche Geräte: Eine Kamera, die den gesamten Flug aufzeichnet, ein Temperaturmesser, ein Luftfeuchtigkeitsmesser, ein Druckmesser sowie ein Detektor. Zusätzlich sind kleine Computer und mehrere Powerbanks eingebaut, um die Geräte während des gesamten Fluges mit Strom zu versorgen. All diese Instrumente sammeln Daten, die nach dem Flug ausgewertet werden sollen. Besonders interessant ist die Frage, ob Höhe und Luftdruck einen Einfluss auf die gemessene Strahlung haben.

Die Idee, einen Wetterballon für wissenschaftliche Messungen zu nutzen, ist nicht neu. Auch Stratoflight wurde bereits mehrfach versucht – doch leider ist bei den bisherigen Flügen immer etwas schiefgelaufen. Trotzdem gab das Team nicht auf. Die Motivation, das Projekt noch einmal neu zu starten, kam von Herrn Majerus, der zwar bereits in Pension ist, den Wetterballon aber unbedingt noch einmal erfolgreich fliegen sehen möchte.

Das große Ziel ist es, Stratoflight am Fuerscherdeeg starten zu lassen. Dafür benötigt das Team allerdings noch die Genehmigung vom Findel, da der Ballon in kontrollierten Luftraum aufsteigt. Die technischen Bauteile sind bereits bestellt – nun müssen sie nur noch programmiert und eingebaut werden.

Stratoflight zeigt eindrucksvoll, wie viel Begeisterung, Ausdauer und Teamarbeit in wissenschaftlichen Projekten stecken. Wir sind gespannt, ob der nächste Flug endlich erfolgreich wird – und welche neuen Erkenntnisse aus der Stratosphäre ihren Weg zurück an unsere Schule finden werden.

Kleine Organismen, große Ideen

Die dritte Sparte der naturwissenschaftlichen Projekte am Lycée Ermesinde widmet sich der Mikrobiologie. Dabei beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit allem was lebt.

Ein besonders ambitioniertes Projekt wird derzeit von fünf Schülern bearbeitet: Ihr Ziel ist es, die Luft in den Klassenräumen mithilfe von Photosynthese zu reinigen. Sie analysieren die Luft in einem Raum. Wenn zu wenig Oxygène vorhanden ist stellen sie diese Maschine in den Raum. In der Maschine sind Algen und diese produzieren Oxygène und reinigen so die Klassenräume. Die Vision ist klar: Ein Reaktor pro Klassenraum, der langfristig für bessere und sauberere Luft sorgt.

Die ursprüngliche Idee zu diesem Projekt entstand bereits vor sieben Jahren. Damals wurde sie von einem Première-Schüler namens Raffael entwickelt. Heute wird dieser Ansatz weitergeführt und technisch sowie wissenschaftlich vertieft. Auch wenn das Projekt noch Zeit braucht, sind die Beteiligten optimistisch: In fünf bis sechs Jahren könnten die ersten Reaktoren tatsächlich in den Klassenräumen des Lycée Ermesinde zum Einsatz kommen

Ein zweites spannendes Projekt in der Sparte Mikrobiologie beschäftigt sich mit einem SCOBY-Champignon. Eine Schülerin arbeitet seit Anfang des Jahres daran, die Bakterien zu identifizieren, die in diesem speziellen Pilz enthalten sind. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass die Champignons selbst gezüchtet wurden. Das Projekt ist Teil einer größeren Forschungsarbeit, die sich mit einem bestimmten wissenschaftlichen Thema befasst.

Text: Mats Wagener 7e, Anton Midtgaard 6e